Presseinformation Linz, 11.02.2026 ********************************** Raum gestalten – Zukunft bauen Lehrgang für Ortsentwicklung, Leerstandsmanagement und Baukultur in Oberösterreich ********************************** Mit dem erstmals stattfindenden Lehrgang „Raum gestalten – Zukunft bauen“ setzen die oberösterreichischen Baukulturinitiativen (afo architekturforum oberössterreich, Stiftungsprofessur/-stelle Baukultur an der Kunstuniversität Linz und der Katholischen Privat-Universität Linz, Business Upper Austria und Gemeindebund OÖ) einen wichtigen Impuls zur positiven Entwicklung unserer gebauten Umwelt. In sieben Modulen (inkl. einer Exkursion) werden zentrale Aufgabenfelder der nachhaltigen Gemeinde- und Ortsentwicklung, der Baukultur und der Ortsbildpflege behandelt. Der Lehrgang geht dabei grundlegenden Fragen nach: Wie können nachhaltige Entscheidungen zur Gesaltung unser Dörfer und Städte auf kommunaler Ebene getroffen werden? Welches Wissen und welche Werkzeuge sind dafür erforderlich? Und wie lassen sich aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen? Es stehen 25 Teilnehmer:innenplätze zur Verfügung. Eine Anmeldung ist bis 16. März 2026 unter https://www.biz-up.at/baukultur möglich. Modul 1: Einführung/Themen der Baukultur Das Einführungsmodul vermittelt einen Einstieg in zentrale Themen und Aufgabenfelder der Baukultur. Im Fokus steht die Frage, welche Handlungsspielräume Gemeinden trotz der aktuell angespannten Lage haben, um für qualitätsvolle Lebensräume zu sorgen? Vorgestellt und diskutiert werden die „Baukulturellen Leitlinien” des Bundes und ihre Anwendung in Oberösterreich. Ergänzend werden Strategien für zukunftsfähige Orte aufgezeigt. Best-Practice-Beispiele aus anderen Bundesländern veranschaulichen erfolgreiche Konzepte und bieten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den jeweiligen Projektverantwortlichen. /////// Modul 2: Kooperative Regionalentwicklung Zentrale Entscheidungen zur Gestaltung unserer Umwelt und zur Qualität der Lebensräume werden auf kommunaler Ebene getroffen. Die Praxis zeigt jedoch, dass regionale Kooperation häufig das Rückgrat erfolgreicher Entwicklungsprozesse bildet. Das Modul beleuchtet Ziele und konkrete Ansatzpunkte einer vorausschauenden Entwicklungsplanung. Dabei werden wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse der Bevölkerung ebenso berücksichtigt wie der Schutz der natürlichen Umwelt als Grundlage von Leben. Zentral sind dabei Methoden der interkommunalen Kooperation, die den Entwicklungsfokus auf eine Stärkung der Ortskerne richten und einen gemeinsamen Mehrwert für die Region schaffen. /////// Modul 3: Freiraum, Landschaftsraum & Mobilität Notwendigen Balance zwischen Siedlungsflächen und Freiräumen ist Thema des dritten Moduls. Es zeigt, wie die Gestaltung von Plätzen, Grün- und Landschaftsräumen maßgeblich zur Gesundheit, zum Wohlbefinden und zur sozialen Interaktion beiträgt. Zudem wird vermittelt, wie Gemeinden aktiv auf Herausforderungen wie Zersiedelung, Flächenversiegelung und den Klimawandel reagieren können. Ergänzend wird dargestellt, wie alternative Mobilitätsformen die nachhaltige Standortentwicklung unterstützen und zur Stärkung lokaler wirtschaftlicher Kreisläufe sowie regionaler Wertschöpfung beitragen. /////// Modul 4: Ortskernstärkung und Innenentwicklung Eine erfolgreiche Ortskernstärkung erfordert ganzheitliche Ansprüche und das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. Vorgestellt werden verschiedene Prozesse der Ortskernbelebung und Leerstandsaktivierung sowie Nachverdichtungsstrategien und alternative Nutzungsformen. Diskutiert, wird welchen Beitrag Gestaltungsbeiräte und die Expertise des Denkmalamts zu einer qualitätsvollen Ortsentwicklung leisten können. Darüber hinaus werden Möglichkeiten und Methoden vorgestellt, wie Bewohner:innen in Entscheidungsprozesse einbezogen und Planungsprozesse transparent gestaltet werden können, um eine höhere Akzeptanz und aktive Mitgestaltung des Dorflebens zu fördern. /////// Modul 5: Exkursion Bei der zweitägigen Fachexkursion stehen die Besichtigungen vorbildlicher Bau- und Planungsprojekte außerhalb Oberösterreichs auf dem Programm. Wir besuchen Beispiele für vorbildliche Bestandsadaptierung, gelungene kommunale Bauprojekte und das Zusammenwirken der öffentlichen Verwaltung mit den vielen weiteren Akteur:innen und Elementen der Baukultur: das sind private/gewerbliche/gemeinnützige Bauwerber:innen ebenso, wie allgemein die Bevölkerung und das kulturelle wie wirtschaftliche Leben einer Gemeinde. Es gibt ausreichend Raum für den Austausch mit den Projektverantwortlichen. /////// Modul 6: Qualitätssicherung & öffentliche Verwaltung Zentrale Aufgabe der Gemeinde als Bauverwaltung ist es, eine Balance zwischen der freien Entfaltung des Einzelnen und öffentlichen, gemeinschaftlichen Interessen herzustellen. Vor diesem Hintergrund wird erörtert, welche Rahmenbedingungen und Anreize für private und gewerbliche Bauwerber:innen geschaffen werden können, damit Bauvorhaben einen aktiven Beitrag zur Identitätsbildung des Ortes sowie zur Qualität von Ortsbild und öffentlichem Raum leisten. /////// Modul 7: kommunale Bauaufgaben Bei der Planung und Realisierung öffentlicher Bauprojekte müssen Gemeinden nicht nur dafür sorgen, dass das beste und wirtschaftlichste Projekt zur Ausführung gelangt. Mit ihren Bauten setzen sie auch Maßstäbe für die Architektur und Baukultur in ihrer Region. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die strukturierte Projekt- und Prozessvorbereitung in der sogenannten Phase Null. Vermittelt werden die zentralen Anforderungen und Schritte – von der Klärung der Bauaufgabe über Entscheidungsfindung, Finanzierung sowie Budget- und Zeitplanung bis hin zu qualitätsorientierten Planungs- und Vergabeverfahren. Kooperationspartner:innen: afo architekturforum oberössterreich, Stiftungsprofessur/-stelle Baukultur an der Kunstuniversität Linz und der Katholischen Privat-Universität Linz, Business Upper Austria und Gemeindebund OÖ Gefördert durch: Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), Land Oberösterreich ******************************************************* Pressematerial & Bilder: www.afo.at/presse ******************************************************* DATEN UND FAKTEN Pressekontakt: Clemens Quirin M: +43 670 1999795 Email: presse@afo.at Büro: Herber-Bayer-Platz 1, 4020 Linz Web: www.afo.at