ArchitekTOUREN

LINZ - Classics

In Linz gehen Industriestadt und Kulturstadt Hand in Hand. Nicht erst seit Linz09, war doch die aus der Industrie entstehende Wirtschaftskraft seit jeher auch Basis für die kulturelle Entwicklung der Stadt. Vielmehr lassen sich in Linz, fernab von Eventkultur oder Provinzialismus, Baukulturzeitzeugnisse der verschiedensten Epochen entdecken.

Auswahl, Text: Veronika Müller

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4 Bauwerke gefunden:
01

Brucknerhaus

Untere Donaulände 7, 4020 Linz, A
PlanerIn: Kajia und Heikki Sirén Brucknerhaus-Kasse
Telefon: 0043 / (0)732 / 775230
Telefax: 0043 / (0)732 / 7612-2170
e-mail: kassa@liva.co.at
Erreichbarkeit: Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Abfahrt: Hauptbahnhof (Kärntner Straße) mit dem Autobus Linie 12 (Richtung Karlhof), Haltestelle Parkbad

Abfahrt: Hauptbahnhof (Kärntner Straße) mit dem Autobus Linie 19 (Richtung St. Margarethen), Haltestelle Brucknerhaus

Abfahrt: Hauptbahnhof (Bahnhofstraße) mit der Straßenbahn Linie 3 (Richtung Bergbahnhof Urfahr), Haltestelle Hauptplatz, umsteigen in den Autobus Linie 19 (Richtung Schiffswerft), Haltestelle Brucknerhaus

"Point of view"
"Classics Nr. 1"

Mit seiner schlichten Form und der unbedingten Orientierung auf die Umgebung ist das Brucknerhaus einer der Klassiker des modernen Bauens in Linz. Vom zweigeschossigen Foyer an der Außenseite des Kreissegments eröffnet sich ein Panoramablick auf den Linzer Stadtteil Urfahr und den Pöstlingberg.

© Dietmar Tollerian
02

Austria Tabakwerke

Untere Donaulände 74, 4020 Linz, A
PlanerIn: Peter Behrens, Alexander Popp (1929-1935) BauherrIn: Austria Tabak

"am Fließband"
"Classics Nr. 2"

Die Austria Tabakwerke sind nicht nur durch ihre eindrucksvolle ans Monumentale grenzende Bauforum ein herausragendes Beispiel der Industriearchitektur. Als erster umfangreicher Stahlskelettbau in Österreich errichtet, zeichnet sich der Bau vor allem durch die technische Anpassung (Baumaterialien, Detailausbildung) an die speziellen bauphysikalischen Anforderungen der Produktion und durch die hohe Raumqualitäten (Belichtung) der Arbeitsbereiche aus.

© Dietmar Tollerian
03

Theresienkirche

Losensteinerstrasse 6, 4020 Linz, A
PlanerIn: Rudolf Schwarz (1958-1962) BauherrIn: Diözese Linz Zugänglichkeit: Tel: +43 732 671303

Bürozeiten:
Mo, Di, Mi und Fr von 8.00 - 12.00 Uhr
Do von 15.00 - 19.00 Uhr
Erreichbarkeit: Anfahrt über A7 Mühlkreis-Autobahn:
1. von der A1 aus Richtung Salzburg bzw. aus Richtung Wien kommend beim Knoten Linz auf die A7 Mühlkreis-Autobahn abfahren
2. geradeaus weiter auf A7 Mühlkreis-Autobahn (6,4 km)
3. Abfahrt von A7 Mühlkreis-Autobahn bei Abfahrt Unionstraße (0,4 km)
4. Links abbiegen auf Unionstraße B139 (0,9 km)
5. Links abbiegen auf Landwiedstraße (0,2 km)
6. Links abbiegen auf Losensteinerstraße (0,2 km)
7. Pfarre St. Theresia

"High Spirit"

1959 – 1962 erbaute ist die Theresienkirche eines der letzten Werke des deutschen Kirchenbaumeisters Rudolf Schwarz. Über einem lang gestreckten elliptischen Grundriss errichtet, ist die Theresienkirche als Längskirche einerseits der Tradition verhaften, steht aber gleichzeitig mit ihrem Einraum im Geiste jener neuen liturgischen Forderungen die im nahezu zeitgleich stattfindenden zweiten vatikanischen Konzil postuliert wurden. Der besondere Reiz der Kirche liegt aber in der Kombination des eleganten, lichtdurchfluteten Raumkonzeptes mit einer fast rauen Bauweise (Betonpfeiler, Sichtziegel).
All jenen die sängerisches Talent mit sich bringen sei noch der Tipp gegeben einige Töne anzustimmen und den außergewöhnlich langen Nachhall von 14 Sekunden zu genießen.

04

Ehem. Fleischmarkthalle

Holzstraße 3, 4020 Linz, A
PlanerIn: Kurt Kühne

"überspannt"

Die ehemalige Fleischmarkthalle liegt in einem der frühen Industriegebiete Linz. Bei dem 1929 errichteten Bau des Stadtbaudirektors Curt Kühne handelte es sich ursprünglichen um einen reinen Holzbau, dessen stützenlose Ausführung eine beachtenswerte technische Sonderheit der damaligen Zeit darstellte. Die 52 m überspannende Konstruktion bestand aus Dreigelenks-Vollwandbogenbinder mit angeschlossenen frei auskragenden Vordächern, die in Zwillingsform angeordnet waren.
Auf Grund von Bombenschäden musste die Halle 1947 neu errichtet werden, dabei wurden die Holzbinder durch Stahl ersetzt. Die heutige Konstruktion erreicht zwar weder technisch noch gestalterisch die Qualität der ursprünglichen Holzkonstruktion, der eindrucksvolle Raum mit seinen mehrfachen Oberlichtbändern ist aber dennoch erhalten geblieben.

© Veronika Müller