Upcycled Silos – Gerhard Kowald
Ausstellung, AT26Reguläre Öffnungszeiten: Di - Fr, 15 - 19 Uhr
Finissage im Rahmen des afo Sommerfests am 7. Juli 2026, ab 18 Uhr
Silos und Siloanlagen sind seit Jahrzehnten Teil der bäuerlichen Infrastruktur und prägen damit die Kulturlandschaft in Österreich. Dennoch wird diesen Baukörpern kaum allgemeine Beachtung geschenkt, wohl weil sie meist eine sehr rudimentäre und unauffällige Form aufweisen und diese sich ausschließlich ihrer Funktion unterordnet. Dabei sind bei aufmerksamer Betrachtung viele unterschiedliche Ausprägungen und Gestaltungen erkennbar. In einigen Fällen werden die Silos geschickt in den architektonischen Kontext des Hofes integriert und erhalten neben ihrer zugedachten Funktion auch eine – vielleicht ungewollte – ästhetische Aussage und Wirkung.
In neuerer Zeit sind viele Silos durch Siloballen funktionslos geworden und werden häufig dem Verfall überlassen. In einzelnen Fällen aber finden die Besitzer*innen mit viel Kreativität und oft großem Aufwand neue Formen der Nutzung. Aus einem Silo wird so ein „Upcycled Silo“.
Das afo architekturforum oberösterreich zeigt im Rahmen der Architekturtage 2026 „Was uns verbindet – Infrastrukturen des Alltags“ die fotografischen Arbeiten von Gerhard Kowald im Kellergewölbe der alten Volksküche. Der Salzburger Künstler dokumentiert seit vielen Jahren landwirtschaftliche Bauten und ihre Umnutzung und tangiert damit in mehfacher Hinsicht Themen, die auch das afo im Kontext der Baukultur beschäftigen: Welche Auswirkungen hat der Strukturwandel auf die gebaute Umwelt, gerade im ländlichen Raum? Wie lassen sich auch sehr alltägliche Bauten weiternutzen und damit erhalten? Zwischen Pragmatismus und viel Erfindungsreichtum zeigen die ausgewählten Fotos, wie auf die genannten Fragestellungen reagiert werden kann.
Gerhrad Kowald, geb. 1957 in Graz, studierte Malerei und Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste in Wien und lebt als freischaffender Fotograf in Salzburg.
