Arbeit und Stadt waren lange Zeit eng miteinander verbunden. Heute stehen beide – Arbeit wie Stadt – jeweils für sich vor großen Herausforderungen. Um den Nährboden für Urbanität durch Vielfalt, Inklusion und dynamisch-stabile Strukturen zu fördern, ist das Zusammenspiel von Arbeit und Stadt immer wieder neu zu denken. Dabei fällt den Stadtbewohner*innen eine entscheidende Rolle zu, sind sie es doch, die durch Austausch lokalen Wissens und Kreativität und in alltäglichen Praktiken immer wieder neue Formen der Zusammenarbeit entwerfen.
Stadt kann dabei als jener Ort verstanden werden, an dem genau dies den Menschen ermöglicht wird. Ein Städtebau, der sich als einladend, inklusiv und interdisziplinär begreift, bietet der Gesellschaft vielfältige Werkzeuge an, um den sozialen, ökologischen und ökonomischen Stadtumbau produktiv zu begleiten. Notwendig dafür sind „demokratische und öffentliche Räume“, eine Haltung des „curare et reparare“ sowie die Wertschätzung von Artenvielfalt und vielfältigen Ökologien. Sie bilden den Nährboden für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte.
„Linz Central“ bietet uns als Stadtteil in Bewegung ein ausgezeichnetes lokales Fallbeispiel. „Drüberhalb“ der Bahn liegt es im geografischen Zentrum der Stadtregion Linz und trotzdem in der Wahrnehmung der Stadtbevölkerung peripher. Dabei handelt es sich um einen wirklich arbeitenden Stadtteil, der in der letzten Zeit schon stark umgebaut wurde und in den nächsten Jahren vor weiteren Transformationsprozessen steht. Neun „Testsites“ im Viertel veräumlichen diesen Strukturwandel und ermöglichen es, Aspekte der Zukunft der Arbeit und des Wieder-Mischens konkret im Stadtraum zu diskutieren.
Die „arbeitende“ Ausstellung stellt vielfältige Werkzeuge der Stadtplanung und der Architektur vor, die anhand der Aktivitäten von Studierenden vor Ort einer interessierten Stadtbevölkerung beiläufig im „Arbeiten“ gezeigt, und somit die reichhaltigen Perspektiven und räumliche Zusammenhänge im Dialog vermittelt werden. Denn unsere Städte sind nie fertig gebaut, sie bleiben ... in Arbeit.
Kuratiert vom „studio städtebau“ (Therese Eberl, Stefan Groh, Jakob Pesendorfer, Markus Vogl), Instituts für Architektur, Kunstuniversität Linz
Kooperation: Vom 27.03. bis 04.10.2026 ist im Nordico Stadtmuseum Linz die Ausstellung „Made in Linz: Standort für Handel, Industrie und Handwerk“ zu sehen.
Die Ausstellung zeigt wie ein „arbeitender“ Stadtteil im Wandel neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens hervorbringt. Sie präsentiert Werkzeuge aus Stadtplanung und Architektur und lädt dazu ein, den Wandel der Stadt im Dialog mitzudenken – denn Städte sind nie fertig, sie bleiben in Arbeit.
Studierende der Kunstuniversität Linz arbeiten während der Laufzeit der Ausstellung vor Ort mit den in der Ausstellung präsentierten disziplinären Werkzeugen an den „Testsites“. Immer mittwochs von 9 bis 17 Uhr, zusätzlich am Donnerstag, den 30. April 2026, von 9 bis 15 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung werden Prof. Dr. Martina Baum (Uni Stuttgart), Prof. Aglaée Degros (TU Graz), Birgit Hausleitner (TU Delft), Lina Streeruwitz (studiovlaystreeruwitz) sowie Gerko Schröder (Treibhaus Landschaftsarchitektur) und Urs Kumberger (Teleinternetcafe) im afo Vorträge halten. Termine folgen.
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