AKTUELLE FRANZÖSISCHE ARCHITEKTUR
Vortragsreihe in englischer Sprache
VortragMontag, 28. April 2003, 20.OO Uhr
Périphériques architects
Louis Paillard
Das 1995 gegruendete Non-Profit Projekt umfasst zwei Studios: Paillard
& Jumeau und Marin-Trottin & Trottin. Périphériques beschreiben sich
als Produzenten von Architektur, die die Rolle des Architekten auf die
eines Herausgebers, Autors und Vermittlers erweitern. Ihr Ansatz wird
von dem Entschluss bestimmt, die Regeln der professionellen Praxis, wie
auch des architektonischen Designs zu veraendern. Unter realen
Bedingungen bedeutet dies eine pragmatisch subversive Vorgehensweise,
die auf die Veraenderung und Entwicklung von Strategien zielt, die eine
neue Haltung gegenueber architektonischen Situationen hervorbringen
soll. Ihr Prinzip heisst "Customisation", d.h. die Dinge sollen
individuell zugeschnitten werden, welches sie als einen dritten Weg,
zwischen Kontextualisierung und Universalitaet, definieren.
Périphériques stellen diesen Ansatz in der neuesten Ausgabe des
Architekturmagazins IN-EX, dessen Herausgeber sie selbst sind, vor.
Diese Haltung wird auch in ihren Projekten deutlich, in denen sie
Architektur als eine individuelle Kreation, entstehend aus der
Ueberlagerung differenzierter Aesthetik, erkunden.
Im Anschluss laedt die Fa. Moser-Systemelektrik zu einem Buffet.
Dienstag, 6. Mai 2003, 20.OO Uhr
in Kooperation mit unit_m kunstuniversitaet linz
Mésarchitectures
Didier Faustino
Didier Faustino ist einer der produktivsten, innovativsten Vertreter der
jungen franzoesischen Architekturszene. Sein Buero Mésarchitecture
definiert sich eher als Lable im Sinne eines Musiklables denn als
klassisches Architekturbuero.
Das Buero ist vor allem an komplexen Situationen, ja sogar Stoerungen
interessiert, wenn sich die bestehenden Modelle als unwirksam erweisen.
Eine gewisse Freiheit an Intervention, Engagement und Flexibilitaet
erlaubt Mesarchitecture mehrere Strategien zur Aktivierung verschiedener
Taktiken, um den Anforderungen zu entsprechen.
Architektur-Ausstellungen, zeitgenoessische Kunst, die Praesenz auf
Kunstausstellungen, die Gestaltung von Festivals fuer elektronische Musik
und ein Mode- und Designmagazin bilden die unterschiedlichen
Infiltrationsformen, die das Buero waehlt, um sein Ziel zu erreichen.
Fasziniert von allen verfuegbaren technologischen Gegenstaenden, nutzt,
analysiert und deutet das Buero diese um. Sie werden selbst zum Thema
ihrer Architektur und modifizieren ihre Annaeherung zu jedem Projekt.
www.mesarchitecture.com
Montag, 12. Mai 2003, 20.OO Uhr
dECOi
Mark Goulthorpe
dECOi mit Sitz in Paris wurde 1991 von Mark Goulthorpe gegruendet. Das
Atelier ist von einer starken theoretischen Ausrichtung gekennzeichnet.
dECOis Repertoire reicht von reinem Design und Kunstwerken ueber
Interior Design zu Architektur und Urbanismus, und auf jeder Ebene
erhielt ihre Arbeit Beifall fuer die sinnliche und zeitgemaesse
Aesthetik. Ihr Ruf steht fuer hochentwickelte Entwurfsarbeit, den
konsequent einzuloesen, jeder Auftrag von ihnen fordert. dECOi hat eine
bewegliche Arbeitspraktik entwickelt, die es effektiv ermoeglicht im
internationalen Feld hoechste Kompetenz im Entwurf hervorzubringen.
Daraus resultiert ein hohes Niveau an technischer Fachkenntnis, eine
vollkommen auf Computer eingestellte Arbeitspraxis und ein
weitreichendes Netzwerk mit Angliederung von Engineering Support Groups
in Europa und Asien. Weltweite Auszeichnungen begruenden ihren Ruf
einer durchdachten und eleganten Entwurfsarbeit, der fuer neue
Moeglichkeiten in der Architektur und eine neue architektonische Praxis
steht.
www.decoi.org
Montag, 26. Mai 2003, 20.OO Uhr
R&Sie...
Francois Roche
Seit 1993 bilden Francois Roche and Stephanie Lavaux das Pariser
Architekturbuero R&Sie... . Ihre Architektur ist untrennbar mit der
Umwelt verknuepft, eine Art heimliche /verborgene Architektur. Ihre
Projekte suchen eine organische und entropische Form des Dialoges mit
dem Territorium und haben den Ansatz dessen radikale Modifizierung zu
vermeiden.
Die Arbeit des Bueros R&Sie... versucht Architektur mit der
kartografischen, geografischen Verformung zu verknuepfen. Das Lokale
ist die Stuetze der Mutation, die nach der Beschaffenheit des Gebietes
produziert wird. Die architektonischen Objekte verlieren durch die
Verzerrungen ihre Eindeutigkeit. Es entstehen neue Orte einer
elastischen Topologie, durch die sich die Wahrnehmung der Identitaet
von Landschaften und Staedten veraendert.
R&Sie... befassen sich mit dem "hyperlokalen" und "freak hybridization"
und konzentriert sich auf das unmittelbare "Hier und Jetzt".
www.new-territories.com
Im Anschluss franzoesisches Buffet mit Ueberraschungen in den
Schauraeumen der Firma Fantoni in der Marienstr. in Linz.
