BHP 09
BAUHERRENPREIS-AUSSTELLUNG
Ausstellung„Oscars“ für couragierte Bauherren verliehen
+ 3 Preise gehen nach Oberösterreich
+ nach Rekordbeteiligung bundesweit vierzehn Projekte ausgezeichnet
+ Ausstellung bis 27. November 2009
Die Gewinner stehen fest: 14 Bauten aus ganz Österreich wurden von der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet, darunter auch drei Objekte aus Oberösterreich. Die begehrte Auszeichnung wurde dieses Jahr bereits zum 42. Mal vergeben.
Der Bauherrenpreis zählt zu den wichtigsten österreichischen Architekturpreisen – er ergeht jedoch nicht an Architekturschaffende, sondern an Bauherren und Bauherrinnen.
Für beispielgebende Architektur braucht es mutige und verantwortungsvolle Auftraggeber und genau dieses Engagement würdigt der traditionsreiche Preis. Ausgezeichnet werden Objekte, die in intensiver Zusammenarbeit von Bauherren und Architekten entstanden sind.
Insgesamt wurden heuer 132 Projekte genannt, deutlich mehr als in den letzten Jahren, 14 davon - verteilt über ganz Österreich - erhalten heuer den begehrten transparenten Würfel.
Die Bauherren der prämierten Werke wurden in einem abendlichen Festakt im neuen Südflügel des Linzer Schlossmuseums von ZV-Präsidentin Marta Schreieck sowie Repräsentanten des Landes OÖ und der Stadt Linz vor zahlreich erschienenem Publikum aus ganz Österreich geehrt.
OÖ und Linz sind stolze Gastgeber dieser für das Architekturgeschehen impulsgebenden Veranstaltung, die jährlich in einem anderen Bundesland abgehalten wird.
Architekturland Oberösterreich
Drei Preise bleiben 2009 in Oberösterreich
• Der Neubau eines Schulzentrums in Taufkirchen an der Pram - für die Innviertler Gemeinde gleichsam ein Jahrhundert-Projekt - wurde bauherrenseitig in jeder Phase der Realisierung mit solchem Engagement begleitet, dass sich die Begeisterung nun nahtlos auf Lehrer wie Schüler übertragen hat.
• Mit dem Hotel am Domplatz hält die Stiftung St. Severin in Linz ein überzeugendes, gebautes Plädoyer für eine lebendige Stadt, in der Alt und Neu nicht Widerspruch, sondern Synergien erzeugen.
• Das Projekt Landhauspark-Promenade, eine innerstädtische Freiraumplanung, überzeugte die hochkarätige Fachjury durch die nachhaltige Aufwertung öffentlichen Raumes mit dem „weichen“ Instrumentarium der Landschaftsplanung und ist zugleich ein Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit mehrerer Bauherren: in diesem Fall des Landes Oberösterreich und der Landeshauptstadt Linz.
Kreative Bandbreite österreichischer Architektur
Die weiteren - bundesweiten - Preise zeigen exemplarisch das breite Spektrum zeitgenössischer österreichischer Architektur: Vom markant geformten Bürohochhaus bis zur kleinen, gänzlich aus Holz - in Vorarlberger Diktion - „gestrickten“ Kapelle, von Bauten für die Hochkultur (Mozarteum Salzburg, Museum Liaunig) bis zu Einrichtungen dörflichen Gemeinschaftslebens (Musik- und Schützenverein Natters).
Die eingereichten Projekte wurden von den Jury-Mitgliedern (Sabine Pollak - Büro Pollak/Koeb, Wien und Professorin an der Linzer Universität für Gestaltung, Tom Lechner - Büro Lechner und Partner, Altenmarkt i. Pg., Wolfgang Jean Stock - Architekturpublizist in München sowie Prof. Friedrich Achleitner) persönlich besucht: “Es war Freude, Bestätigung und Genugtuung, zu erleben, wie viele engagierte und lebendige Partnerschaften zwischen Bauherren und Architekten in unserem Land bestehen”, so Friedrich Achleitner, „weit mehr, als letztendlich prämiert werden konnten“.
Alle Werke, auch die nicht preisgekrönten Objekte, zählen zur Riege der besten Leistungen, die Österreichs Architekturgeschehen alljährlich hervorbringt:
Die 132 eingereichten Projekte sind vom 7. bis 27. November 2009 in der Bauherrenpreis-Ausstellung im afo - architekturforum oberösterreich, Herbert Bayer-Platz 1 in Linz, zu sehen.
Öffnungszeiten: Di – So 14.00–17.00, Fr 14.00–20.00 Uhr
Veranstalter: ZV der Architekten Österreichs – Landesverband OÖ
