Crossing Europe Filmfestival | 2026 | Architektur und Gesellschaft
Verdrängung & Verdrängtes
Die diesjährige Kooperation mit Crossing Europe Filmfestival Linz dreht sich ganz um das Thema Wandel. Wenn Veränderung nur als Fortschritt gesehen wird, dann geht eine wichtige Perspektive abhanden, nämlich jene des Verlustes: an Erinnerung, an persönlicher Geschichte, an Gemeinschaft, an Wohnraum oder sogar an existenzieller Grundlage. Die Filmreihe beschäftigt sich mit der Verdrängung, beispielsweise von ungewollten oder einkommensschwachen gesellschaftlichen Schichten, und wirft einen Blick auf politische und ökonomische Interessen, soziale Kämpfe und demografischen Wandel. Sie stellt auch die Frage, wie man Verdrängtes wieder ins Bewusstsein rufen kann. Zwar wird immer wieder gefordert, dass mehr Wohnraum entstehen, Viertel sich verändern und Städte sich entwickeln sollen. Doch was geschieht mit dem, was vorher war? Welche Folgen hat es, wenn Orte und Geschichten vergessen werden? Welche Ideen stecken hinter den Architekturen? Welche Lebenswelten und welche sozialen Räume entwickeln sich in und zwischen diesen Bauwerken?
Miasto, które wyjechało (The Town That Drove Away) | Natalia Pietsch, Grzegorz Piekarski |
Polen | 2025 | 70 Min. | OmeU
Weißer Rauch über Schwarze Pumpe | Martin Gressmann, Peter Badel, Dieter Chill, Stefan Oliveira-Pita |
Deutschland | 2025 | 89 Min. | OmeU
De Zinkede Rafelrand (The Sinking Fringe) | Mirte Jepma |
Niederlande | 2025 | 56 Min. | OmeU
The Great Together | Rocio Calzado, Jasper Meurer |
Frankreich, Italien, Bosnien und Herzegowina | 2025 | 20 Min. | OmeU
Weitere Informationen zu den Filmen und Spielzeiten finden Sie auf www.crossingeurope.at!
Das afo kooperiert seit vielen Jahren mit dem Linzer Filmfestival Crossing Europe und zeichnet für die Programmierung der Sektion Architektur und Gesellschaft verantwortlich. Kurator*innen: Mia Hemmerling und Gerald Wöss
