DAS SIEBTE ZIMMER
Konzeptioneller Städtebau in Zürich
PodiumsdiskussionKooperation Stadt Zürich und Linz 09
Theorie und Praxis im Städtebau
Es diskutieren
Stadträtin und Vorsteherin des Hochbaudepartments Kathrin Martelli, Zürich
Direktor des Amtes für Städtebau Franz Eberhard, Zürich
Planungsstadtrat Klaus Luger, Linz
Stadtentwicklungsdirektor Gunter Amesberger, Linz
Moderation: Martin Heller, Linz 09
Ausstellung
Anhand von Fakten erfahren die BesucherInnen wo und was Zürich genau ist. Eine kurze Einführung klärt den Begriff des „konzeptionellen Städtebaus“, die Bedeutung der Kommunikation und leitet schließlich zur Metapher von Zürichs Zimmer über.
Mit diesem Bild wird eine mögliche Leseart der Stadt aufgenommen. Sieben Zimmer der Stadt Zürich werden als begehbare Kabinette gezeigt. Es zeigt sich auch räumlich in der Ausstellungsgestaltung. Ein Zimmer hat Eigenschaften und Charakteristiken, die es als einzigartig innerhalb einer Wohnung auszeichnen. Ähnlich verhält es sich mit den Quartieren der Stadt: Der Stadtraum Hauptbahnhof entspricht dem Entrée, das beschaulichere Wohnquartier von Affoltern, widerspiegelt sich in einem Wohnzimmer, das Seebecken erhält seine Parallele im Badezimmer. Die BesucherInnen finden sich durch grossformatige Fotografien in die Atmosphäre des jeweiligen Stadtteils versetzt. Ein aufgeschlagener „Atlas“ mit Bildern, Texten und Diagrammen vertieft die Themen des Zimmers.
Exemplarisch das Gartenzimmer: Das Wohnquartier Schwamendingen liegt am Stadtrand und hat wegen grossen Verkehrs- und Lärmbelastungen ein schlechtes Image. Es biete aber auch Qualitäten: die lockere und stark durchgrünte Bebauungsstruktur. Wie wird in Zukunft mit diesen Eigenschaften umgegangen? Wie können die Stärkken herausgearbeitet und die Schwächen gedämpft werden? Die Methode ist der konzeptionelle Ansatz.
Dem wird genauer auf den Grund gegangen.
Am Boden zwischen den Zimmern befinden sich „Standpunkte“. Sie vermitteln eine abstrakt formulierte These zu Themen des Städtebaus. An darüber hängenden Kopfhörern wird diese genauer ausgeführt. In den Atlanten der Zimmer entdeckt man die konkreten Umsetzungen einer jeweiligen These wieder.
Die Thesen sollen zum Diskurs zwischen den BesucherInnen anregen, aber auch die Auseinandersetzung mit dem Städtebau in Linz forcieren.
