Frühstück mit Kahn
Film-Matinee mit Diskussion
Diskussionarchitekturforum oberösterreich
in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Moviemento
„ A man ... his buildings ... and his secret lives.“
Louis Kahn war einer der größten Meistern der Architektur des 20. Jahrhunderts, ein Mystiker, ein Künstler, ein Mann der Welt und jeder kannte ihn – außer einem – sein eigener Sohn.
Der Film ist eine subjektive Spurensuche nach Werk und Wesen des fremden Vaters.
My Architect – A Son‘s Journey Regie: Nathaniel Kahn. USA. 2003. 116 min. Farbe. OmU. Mit Philip Johnson, Vincent Scully, I. M. Pei, Frank Gehry, Robert A. M. Stern, Moshe Safdie, Teddy Kollek, Anne Tyng, Richard Katz, Richard Saul Wurman, Balakrishna Doshi, Shamsul Wares, Harriet Pattison, Sue Ann Kahn, Alexandra Tyng, etc.
Der jüdisch-amerikanische Architekt Louis I. Kahn (1901–74) strebte nach dem Absoluten, was ihn zwar in den Olymp der weltbesten Architekten seiner Generation brachte, doch er selbst scheiterte im Privatleben. Sein spiritueller Zugang zur Arbeit gab ihm das Ansehen eines Genies, seine Maßlosigkeit und Kompromißlosigkeit machte ihn aber zu einem Nomaden. Das unstete berufliche Leben spiegelte sich auch im Privaten wieder. Parallel zu seiner Ehe führte Louis Kahn zwei weitere verborgene Beziehungen, von jeder seiner drei Partnerinnen bekam er ein Kind, darunter sein einziger Sohn Nathaniel Kahn. MY ARCHITECT ist ein sehr persönlich gehaltener, teils emotional geladender, teils sentimentaler Dokumentarfilm, in dem Nathaniel die Person des fremden Vaters aufzuspüren versucht. Er konsultiert Familienmitglieder, ehemalige Büromitarbeiter, Freunde und einige prominente US-Kollegen, um deren Erinnerung und Einschätzung an seiner Vater wachzurufen. Vor allem aber unternimmt er eine „grand tour“ zu den berühmtesten Bauten seines Vaters, die in aller Welt verstreut sind. Ausgehend von seiner Heimatstadt Philadelphia reist er durch die USA bis nach Indien und Bangladesh, dabei wird die Suche zum Inhalt von Identität und die Architektur zu jenem Medium, durch das er sich dem Geist des Vaters annähert. Aus der persönlichen Geschichte wird eine universelle, philosophische Betrachtung des Wesens von Identität und der Rolle der Architektur in der Gesellschaft. „One of the best films of this, or any year and period.“ (Leonard Maltin)
Anschließend Diskussion mit einem „Architekturquartett“
Nach der Vorführung des zweistündigen Films beginnt eine Debatte ab 14.00 Uhr mit folgenden Gästen: Univ. Prof. Hannelore Deubzer (TU-München, Mitglied im Linzer Gestaltungsbeirat), Univ. Prof. Laurids Ortner (Kunstakademie Düsseldorf, Chef des Büros ortner & ortner in Berlin, Wien, ehemaliger „Hausrucker & Co.“), Wolfgang Pauzenberger (Pauhof) und Peter Riepl (Büro Riepl & Riepl, Linz). Moderation: Helmut Weihsmann.
