Lebenszeichen
Stadtbild im/am FlussWeiterbauen am kulturellen Erbe?!
DiskussionArchitekturgespräch in Schärding
Stadtbild im / am Fluss
Weiterbauen am kulturellen Erbe ?!
Fr. 7.10. 2005 um 13.00 Uhr
Technologie-Zentrum, Kenzianweg 8, Schärding
Moderation Arch. DI Romana Ring
13.00 Begrüßung: Bgm. Ing. Franz Angerer, LAbg. Alfred Frauscher
13.15 Das Neue-das Alte von morgen: o. Prof. Mag.arch. Friedrich Achleitner
14.00 Bauen im Bestand: Arch. DI Karl Frey (Eichstätt)
14.45 Vom Um- und Weiter-Bauen: Kommunale Erfahrungsberichte
Bgm. Albert Ortig (Ried i. I.), VBgm. Dominik Reisinger (Haslach / M.), Bgm. Dkfm. Mag. Josef Mühlbachler (Freistadt)
15.15 Impulse für die kommunale Baukultur: Landesrat Dr. Josef Stockinger
15.30 Eine Zukunft für unsere Gegenwar: Landesrat Josef Ackerl
15.45 - 16.15 Pause
16.15 Bewahren, Beleben, Verändern: DI Walter Hauser (Hall i. Tirol)
17.00 Architektur in Bewegung: Arch. DI Elke Delugan-Meissl (Wien)
17.45 - 18.30 Diskussion
Lebenszeichen - Beispiele neuer Architektur im Innviertel
Ausstellung: Fr 7.10. - Mo 5.12. 2005 Mo - Fr (werktags) 8.00 – 17.00
Land OÖ - Umwelt- und Anlagentechnik - Bezirksbauamt Ried i. I.
Zentralvereinigung der Architekten - OÖ
Stadt Schärding a. I.
Kulturverein Schärding - Stadtverein Schärding
Architekturforum Passau
afo - architekturforum oberösterreich
Ingenieurkammer für OÖ und Sbg
Bundesdenkmalamt – Landeskonservatorat für OÖ
Die Gemeinden tragen eine große Verantwortung für ihr Gesicht und das des Landes. Der Prozess bisher uneingeschränkter Neubautätigkeit stößt an die Grenzen von Flächenverbrauch und Vernunft. Die legitimen Forderungen nach Ressourcenschonung, die Masse des bereits vorhandenen Bauvolumens
und letztlich stagnierende Bevölkerungszahlen zwingen immer mehr zur Auseinandersetzung mit der Frage des Umgangs mit dem Alt-Bestand.
Gebautes historisches Erbe allein zu erhalten, genügt nicht: Strukturen, die nicht genutzt werden, verfallen. Es müssen sich die „richtigen“ Nutzer finden und oft müssen auch die baulichen Hüllen einschneidenden Eingriffen unterzogen werden, um den geänderten Ansprüchen zu genügen:
Es muss „weitergebaut“ werden.
Von der Grundsatzfrage her ist es dabei zweitrangig, ob die - in sich selbst oft sehr vielschichtige - historische Bausubstanz in Denkmallisten eingetragen ist oder nicht, ob sie aus dem Mittelalter stammt oder vielleicht erst aus dem 20. Jahrhundert.
Architektur ist kein spannungsfreies Feld. Ganz im Gegenteil. In der öffentlichen Diskussion werden Schnittstellen leicht zu Bruchlinien, wenn Bauvorhaben in historischer Umgebung zur Verwirklichung anstehen. Und der erste Reflex der Betrachter ist dabei eher selten auf Seite des „Neuen“.
Die Fragestellung ist nicht „ob“ sondern „wie“
Im Spannungsfeld von wirtschaftlicher Dynamik und Verantwortung gegenüber kulturellem Erbe, im Dickicht aus Traditionsverständnis, Vorurteilen und Nostalgiesehnsucht - wie es sich nicht selten in den Szenarien der Tourismuswirtschaft offenbart - ist neben Besonnenheit auch Mut gefordert: Und sei es vorerst nur zum Reisen, Schauen und Fragen stellen.
Um diese vielschichtige Thematik anhand der referierten in- und ausländischen Beispiele praxisnah zu beleuchten, werden am 7. Oktober 2005 in Schärding - auf dafür nachgerade prädestiniertem Boden - hochkarätige Fachleute aus Bauverwaltung, Architektur und Denkmalpflege von dies- und jenseits des Inn mit engagierten Landes- und Kommunalpolitikern zum Architekturgespräch „Stadtbild im / am Fluss“
zusammenfinden.
