Mensch, Feierraum und Liturgie
3 Katholische Kirchen in OÖ
DiskussionEinleitung Mag. Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin, Diözese Linz
Moderation Arch DI Wolfgang Schaffer, Baureferent der Diözese Linz
Die verschiedenen Zugänge der ArchitektInnen
RIEPL RIEPL, LUGER & MAUL und BENEDER/FISCHER
zum Entwurf einer Kirche in Oberösterreich.
In 30-minütigen Vorträgen stellen die ArchitektInnen ihre Bauten kurz vor, wobei der Schwerpunkt auf der jeweiligen Herangehensweise bzw. der Motivation zur Formfindung liegt.
Der Weg von der Vision zum Gebauten.
Die Einflüsse des Bauherrn, der Liturgie und Spiritualität, der eigenen Ideen auf den Entwurf. Die Wirkung und Kräfte des Raumes auf den Menschen.
Vorträge
Kirche St. Franziskus Steyr-Resthof, 2001
RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN, Linz
DIE KIRCHE – RAUM, DER IM LEBEN STEHT
Die Kirche ist erdacht als poröser Körper, in dem die Fülle des Lebens Platz und Nischen findet (Mensch, Pflanze, Erde, Stein, Wasser, Licht, …). Im Vordergrund steht das Leben in all seiner Wandelbarkeit und seinem Reichtum an beständigen und wechselnden Beziehungen. Das Haus selbst dient dazu in fester und bestimmter Weise, verzichtet aber auf beherrschende Symbolik und bedrängende Botschaften. Der eigentliche Akteur ist das Leben selbst.
Um- und Zubau St. Franzikus in Wels, 2004
Architekten LUGER & MAUL, Wels
Lichtportal und Wiesengrund
Ein katholischer Kirchenbau, dessen Entstehung sich nicht aus bevölkerungsstatistischen Überlegungen ergeben hat, sondern im positiven Echo auf die eigene Arbeit gründet, ist zumindest selten. Das Welser Arichtekturbüro Luger & Maul hat diese offenbar sehr eigenständige Seelsorgearbeit zum Ausgangspunkt und Ziel seiner Entwurfs-Überlegung gemacht und so eine ungewöhnliche Anlage geschaffen, die sich den gängigen Bildern von „Kirche“ – so bunt, breit und widersprüchlich diese auch gefächert sein mögen – schlicht entzieht.
Kirchenneubau Gallspach, 2005
Arbeitsgemeinschaft Beneder/Fischer, Wien
Die „Kirche im Dorf“ neu zu bauen bedeutet nicht nur einen spirituellen Ort, sondern schlicht dessen „Mitte“ neu zu definieren. In der extremen topografischen Lage gibt es kein typologisches oder „stilistisches“ Vorbild. Es ist der Ort, der dem Neuen sein Wesen abverlangt – den Weg, den Raum und seine Mitte.
