URBANITÄT & ästhetik 7
Collage City Urban SpaceDie Stadt als räumliches und kinetisches Kunstwerk
FilmvorführungURBANITÄT & ästhetik [7] : Collage City Urban Space
Idee und Konzeption: Helmut Weihsmann (Wien)
in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Moviemento
Die Stadt als räumliches und kinetisches Kunstwerk
Im diesjährigen Filmzyklus werden ungebändigt wuchernde Superstädte und zersiedelte Landschaften vorgestellt - vom Siedlungschaos der Vorstädte bis zur der betörend schönen Eintönigkeit der amerikanischen Wüstenstadt Los Angeles. In den aktuellen Arbeiten einiger Film- und Videokünstler verbindet sich eine strukturelle und wahrnehmungspsychologische Analyse gegenwärtiger Urbanität mit künstlerisch subjektiven Sicht- und Verfahrensweisen, die das sinnliche Erleben bewusst wirksam werden lassen.
ORTEM
Regie: Dariusz Kowalski. Österreich. 2004. 20 min. Farbe. Beta SP.
Das experimentelle Videoessay untersucht das Topoi der Wiener U-Bahn mittels Abstraktion und Zeichensprache der Bauelemente. Der Filmkünstler Kowalski fokussiert Phänomene wie Geschwindigkeit, Wahrnehmung, Erinnerung, Sinnlichkeit und untersucht das Flüchtige und Anonyme der alltäglichen Stadterfahrung.
Sempre Semper
Regie: Timo Novotny. Österreich. 2004. 2 min. Farbe. Beta SP.
Eine filmische Ode an das ungewöhnliche k.k.-Kulissendepot (1877) von Gottfried Semper in Wien, wobei Timo Novotny versucht diesen ungewöhnlichen Innenraum durch Spiegelungen und raumsprengenden Loops in einer einzigen Kameraeinstellung so zu erfassen und wiederzugeben, daß sich eine räumliche Verwirrung durch optische Täuschung einstellt, die an M. C. Eschers visuelle Fixierspiele erinnert.
Zielpunkte der Stadt
Regie: Jörn Staeger. Deutschland. 2004. 8 min. Farbe. OK. 35 mm.
Sieben urbane Bildgedichte nennt Ulf Staeger seinen Stadtzyklus. In Form einer visuellen Partitur versucht der Filmautor eine imaginäre Kartographie eines urbanen Territoriums zwischen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf zu entwerfen.
Preview
CITY WEST revisited
Regie: Ulf Staeger. Deutschland. 2005. 8 min. Farbe & SW. OK. 35 mm.
Der kreative Remix aus historischen und aktuellen Stadt- und Straßenbildern vom ehemaligen Zentrum West-Berlins, dem Kurfürstendamm, Gedächtniskirche und dem Bahnhof Zoo, ist eine konzentrierte Aufnahme des flüchtigen Moments des aktuellen Nebeneinanders von Gestern, Heute und Morgen. Soundtrack von Christoph Kurzmann.
Water & Power
Regie: Pat OŒNeill. USA. 1989. 60 min. Farbe. 35 mm.
Das ästhetisierte Stadtporträt von Los Angeles ist mehr als eine visionäre Reflexion, es zeigt vielmehr die Stadt als ein durchorganisiertes Ameisenhaufen. Im Zeitraffer und raffinierten Trickaufnahmen verbinden sich die mobile Massengesellschaft zum festen Ritual eines vom Automobil diktierten Alltags. Das Porträt von L. A., dieser künstlichen Oase mit enormen Trinkwasserproblemen, entstand über Jahrzehnte hinweg ohne Drehbuch und konkrete Vorstellungen
Filmtexte: Helmut Weihsmann | © 2006
